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Wie entwickelt sich das Wohnraum-Angebot – speziell im Einfamilienhaus-Bereich in der Stadt Leipzig?

Wie entwickelt sich das Wohnraum-Angebot - speziell im Einfamilienhaus-Bereich in der Stadt Leipzig?

Ende 2017 verzeichnet die Stadt Leipzig 582.000 Einwohner. Das bedeutet einen Zuwachs seit 2011 um 12,4 Prozent. Für den möglichen Ist-Zustand im Jahr 2030 schwanken die Prognosen zwischen 674.000 Einwohnern und 770.000 Bürgern. Als relativ wahrscheinlich sehen Experten die Zahl 722.000 an. Was bedeutet das für die Bereitstellung von Arealen für den individuellen Hausbau?

Das Stadtplanungsamt der Messestadt geht davon aus, dass innerhalb der kommenden zwölf Jahre 44.000 Wohnungen im Geschoss-Wohnungsbau zur Verfügung müssen. Durch die Bautätigkeit im Bestand sowie durch die Reaktivierung von derzeit „nicht marktaktivem“ Leerstand werden davon ca. ein Viertel abgedeckt.

Den Bedarf an Einfamilien-Häusern beziffert das Stadtplanungsamt auf ca. 6.000 Einheiten. Auf den Prognose-Zeitraum herunter gebrochen hieße das, es werden pro Jahr ca. 500 EFH gebaut. Das ist leider blanke Theorie: Während sich in der Vergangenheit noch 350 bis 500 Familien pro Jahr den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen konnten, gab es im Jahr 2017 im Stadtgebiet Leipzig ganze 117 Bauvorhaben in Form von frei stehenden Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern!

Die Ursachen liegen zum einen in dem immer knapper werdenden Grundstücks-Angebot sowohl von Seiten der Kommune als auch von Seiten privater Investoren. Zum anderen steigen die Preise für Baugrundstücke in den Stadtgrenzen weit überdurchschnittlich. Das führt im Moment dazu, dass in den zentrumsnahen Gebieten fast nur noch Geschoss-Wohnungs-Bau eine Chance hat und die Eigenheim-Bauer in spé auf das Umland ausweichen müssen. Dadurch steigen dort sukzessive die Bauland-Preise …. eine Spirale, deren Ende derzeit nichtabsehbar ist.

Dass die Nachfrage nach stadtnah gelegenen Baugrundstücken für Einfamilienhäuser trotz dieser äußert nachteiligen Entwicklung ungebrochen ist, zeigt beispielsweise die Tatsache, dass derzeit über 100 Familien auf städtischen Wartelisten stehen. Hoffnung machen können sich davon für 2017 maximal etwa 24 (!) Familien. Mehr Grundstücke in Leipzig werden in diesem Jahr von der Kommune wohl nicht zur Verfügung gestellt.

Die Ausweitung bereits bisher entwickelter Flächen – zum Beispiel im „Sonnenpark“ Probstheida, immerhin Leipzigs größtes Baugebiet der Nachwendezeit – ist nicht mehr möglich, da das Areal nicht weiter expandierfähig ist. Weitere innerstädtische Flächen – wie zum Beispiel die Bremer Straße in Gohlis-Nord – brauchen wohl mindestens noch zwei bis drei Jahre, bis hier ein rechtskräftiger Bebauungsplan den sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein darstellen kann.

Keine besonders optimistischen Aussichten für bauwillige Familien in Leipzig …

Viele Grüße.
Ihr LIPSIA-TEAM